Wein und Arbeit - Ein Thema der Hammelburger Altstadt-Runde
Besondere Weine erfordern aufwendige Pflege. So hat der Winzer im Laufe der Jahreszeiten alle Hände voll zu tun, um die Qualität seines Weines durch Anbau und Kultur der Weinrebe positiv zu beeinflussen.
   
 

Anbinden der Ruten

Weinberg

Reebstock

Traubenernte

Rebschnitt (Dezember-Februar)
Mit dieser zeitaufwendigen Arbeit (ca. 10-15 % des Jahresaufwandes im Weinberg) beeinflusst der Winzer frühzeitig Ertrag und Qualität des kommenden Weinjahrgangs. Danach soll ein Rebstock max. 10 -12 Knospen aufweisen, die dann später austreiben.
 

Anbinden der Ruten (Mai-April)
Das "Niederziehen" fördert den Saftstau und bezweckt eine gleichmäßige Versorgung der austreibenden "Knospen" mit Nährstoffen und Wasser. Außerdem ist so im Sommer eine einheitliche Belichtung und Belüftung wachsender Triebe gewährleistet.
 

 

Bodenpflege (Mai-August)
Gerade an den niederschlagsarmen Standorten und steilen Weinbergshängen müssen die kulturbegleitenden Pflanzen durch Bearbeitung der Böden - Bodenpflegemaßnahmen - kurz gehalten werden, um die Wasser- und Nährstoffversorgung der Reben nicht zu stark einzuschränken.
 

 

Laub- und Ausbrecharbeiten (Juni-August)
Durch das Einstecken der Sommertriebe in einen Drahtrahmen und das Ausbrechen von überflüssigen Trieben fördert und kontrolliert der Winzer das Wachstum der Reben.
 

 

Pflanzenschutz (Juni-August)
Um die Rebstöcke vor Pilzkrankheiten und Rebschädlingen zu schützen, werden verschiedene, teils auch biologische Pflanzenschutzmaßnahmen vorgenommen.
 

 

Laubschnitt (Juli-August)
Die über den obersten Draht gewachsenen Sommertriebe werden eingekürzt, damit der Rebstock seine Kräfte zur Traubenreife und Zuckerbildung nutzen kann.
 

 

Traubenernte (September-Oktober)
Der Lohn aller Mühen des Winzers ist die Traubenernte. Ist die optimale Reife erreicht, können die gesunden und vollaromatischen Trauben zu einem wohlschmeckenden Wein vergoren werden. Vorausgesetzt der Weingott Bacchus hat das Jahr wohlwollend begleitet.


 
Brot & Wein

Tipp

Herbstzeit = Feder-
weißenzeit!
Lassen Sie
sich den vergorenen
Traubensaft bei einer
deftigen Brotzeit in einer
der vielen Heckenwirt-
schaften schmecken!