Wein und Keller - Ein Thema der Hammelburger Altstadt-Runde
Bis zur Lese haben Natur und Winzer ihren Beitrag für einen hervorragenden Weinjahrgang geleistet. Aufgabe des Kellermeisters ist es nun, diese natürlich gewachsene Qualität zu erhalten und den durch Sorte, Jahrgang und Lage geprägten Charakter des zukünftigen Weines auszuformen und zu vollenden.
 
Gärung und Einlagerung (Sept.-Okt.)
Die frisch geernteten Trauben werden gekeltert und in Edelstahltanks oder Holzfässern eingelagert. Hier wird durch die alkoholische Gärung der Zucker in Alkohol umgewandelt, also Traubensaft zu Wein.
 

Wein und Keller

Wein und Keller

Wein und Keller

 

Jungweinstadium (Okt.-Nov.)
Ca. 10 - 14 Tage nach der Ende der Gärung wird der junge Wein von der Hefe abgezogen und in einen Edelstahltank oder ein Holzfass gefüllt.
Hier erfolgt zum Schutz vor Oxidation die erste Schwefelgabe.
Über die Wintermonate durchläuft der Wein, bedingt durch die natürliche Kälte, die Weinsteinstabilisierung, d.h. vorhandene Weinsäure wird ausgefällt und es entsteht Weinstein in kristalliner Form, der den Geschmack nicht beeinflusst.
 
Abstich (Dez.-Jan.)
Wenn der Wein seine Stabilisierungs- und Selbstklär-
phase beendet hat, wird er wiederum von der Feinhefe getrennt und filtriert.
 
Abfüllung der Weine (Feb.-Mai)
Vor der Abfüllung in Bocksbeutel oder Literflaschen, wird der Wein von den Winzern verkostet und vorbereitet.
Er wird entweder "fränkisch trocken" (bis 4 g/l Restzucker) oder mit unvergorenem Traubensaft aus eigener Herstellung dosiert und als Geschmacks-
richtung "halbtrocken" abgefüllt.
 

Prüfung und Verkauf
In einer Sinnes- und Geschmacksprüfung erhält der Wein seine amtliche Prüfnummer, mit der der Wein dann in den Verkauf und zum Verbraucher gelangt.

 

     
Brot & Wein

Lager-Tipp

Ideal für die Lagerung von Weinen ist ein dunkler, gut durchgelüfteter Raum, mit einer konstanten Tempera-
tur von 8°-12°C und einer stabilen Luftfeuchtigkeit. Weinflaschen mit Natur-
korken liegend lagern.
Sekt immer stehend auf-
bewahren.