Älteste Weinstadt
Hammelburg ist nicht nur eine der ältesten urkundlich genannten Siedlungen in Unterfranken, sondern kann sich darüber hinaus rühmen, die älteste Weinstadt Frankens zu sein
 
 
Erste urkundliche Erwähnung Hammelburgs, 716
Schenkungsurkunde Karls des Großen, 777
 
Fertigstellung der Befestigung um 1500
Fertigstellung der Befestigung
um 1500
 
Der Name Hammelburg hat übrigens einen anderen Ursprung und nichts mit dem Schafbock zu tun, wie aus einer historischen Überlieferung von 716 hervorgeht: Damals hieß Hammelburg bzw. der Landstrich mit den vorhandenen Gütern HAMUL0 CASTELLUM.
 
Dieser ersten Erwähnung folgte nur wenige Jahrzehnte später das bedeutendste Dokument der Stadt und gleichzeitig Urkunde Nr.1 im Staatsarchiv Würzburg: Diese sagt aus, dass bereits vor mehr als 1200 Jahren, am 7.1.777, Karl der Große sein fränkisches Königsgut Hammelburg mit den umliegenden Ortschaften dem Kloster Fulda schenkte. In dieser Urkunde sind erstmals ausdrücklich "vineis" (Weinberge) genannt. Der Beweis für die enge Verbundenheit des Weinbaus mit der Stadtgeschichte.  
 
Die Äbte aus Fulda förderten den Weinbau von Anfang an und so blühte Hammelburg zunehmend auf. Die Stadt erhob von den Bürgern Abgaben in Form von Wein, handelte selbst mit Rebensaft und betrieb eigene Weinschenken.
   
Hammelburg im Jahre 1590
Stich von Münster, Ansicht von Hammelburg um 1590 
 
Überliefert ist aus dieser Zeit das Weinmaß der Stadt Hammelburg, eine Bronzekanne mit der Umschrift "Dis ist die altmas hie zu Hamelbvg in der Stat" aus dem 14. Jhdt..
 
 
 
Der mächtige Keller unter dem Rathaus (erbaut 1524-1529 von Johann Schoner) zeugt von Wohlstand und wirtschaftlicher Blüte im Mittelalter.
 
 

Weinmaß der Stadt Hammelburg
Weinmaß der Stadt Hammelburg, 14. Jhdt.

 

Noch heute ist der Weinbau eng mit der Stadt verknüpft. Hammelburg unterhält ein eigenes Weingut mit Weinkellerei. Die Rebhänge werden, wie zu Zeiten der Fürstäbte, von Schloss Saaleck aus bewirtschaftet und die Weine dort gelagert.

 

 

 
Brot & Wein

Tipp

Folgen Sie dem Beispiel
von Götz von Berlichingen
und besuchen Sie Schloss Saaleck - zum Schöppeln
oder zu einer fränkischen
Brotzeit. Anschließend
können Sie auch in den
historischen Gemäuern
übernachten - ein beson-
deres Erlebnis.